Vehlen im Landkreis Schaumburg (SHG)


Der Ort Vehlen
Vehlen wurde um die Mitte des 11. Jahrhunderts Velden geschrieben. Das Dorf (heute Ortsteil der Bergstadt Obernkirchen) liegt am Mittellauf (Buchholz Petzen) der Bückeburger Aue, die am Süntel entspringt und gegenüber Petershagen in die Weser mündet. Im Bereich Vehlen erhält dieser kleine Bach seinen einzigen Zufluß von rechts: die Bombecke.
Vehlen ist als Gogerichtsstätte des alten Bukkigaues bekannt. Als Bukkigau wurde etwa das Gebiet zwischen dem Steinhuder Meer, dem Weserlauf von Schlüsselburg aufwärts bis Hameln und dem Westrand des Deisters bezeichnet.

Eine Kirche wird zuerst in der Obernkirchener Urkunde des Mindener Bischofs Werner vom 10. Februar 1167 erwähnt. Im Jahre 1903 ist die alte Kirche (romanischer Baustil) abgebrochen und durch ein neues Gotteshaus (frühgotisch) ersetzt worden, das am 6. Oktober 1904 eingeweiht wurde. Das Kirchspiel umfaßte die Schulorte Vehlen, Achum und Widdensen, ferner Ahnsen-Neumühlen, Bergdorf (gehört heute zu Bückeburg), Deinsen, teilweise Echtorf, Neuseggebruch und Schierneichen (nämlich Nummer 1,2,3,7,9,13,14,16,17,18,20 und 22; alle übrigen gehörten zu Meinsen). Die Gemeinde Vehlen wurde im Zuge der Neugliederung der Gemeinden im Raum Grafschaft Schaumburg / Schaumburg-Lippe im Jahre 1973 Ortsteil von Obernkirchen. Bis zu diesem Zeitpunkt war Vehlen in kommunal-politischer Hinsicht eigenständig. Schon damals hatte Vehlen seine eigenen Ortsteile:
a) das Unterdorf mit dem Formkenplatz (bis Leinerts Ecke)
b) das Mitteldorf (von Leinerts Ecke bis zum Beerdigungsinstitut Nerge)
c) das Oberdorf mit dem Bereich Papenburg



Landkreis Schaumburg
Der Landkreis Schaumburg mit Sitz in Stadthagen ist am 1. August 1977 durch die Zusammenlegung der ehemaligen Landkreise Schaumburg-Lippe (ohne den Bereich Steinhude mit dem Steinhuder Meer) und der Grafschaft Schaumburg (ohne Hessisch Oldendorf) sowie einiger Gemeinden aus dem Altkreis Springe entstanden. Der Landkreis gehört zum Bundesland Niedersachsen. Er liegt im Weserbergland und grenzt im Westen auf einer Länge von 80 km an das Land Nordrhein-Westfalen an. Im Gebiet der Stadt Rinteln befindet sich die höchste Bodenerhebung im Kreisgebiet; es ist ein Teil der Ortschaft Goldbeck mit 378 m über NN. Das Schloß Hagenburg ist mit 39 m der tiefste Punkt im Landkreis.

Vom äußeren Erscheinungsbild her vermittelt das Schaumburger Land noch heute den Eindruck einer überwiegend agrarisch strukturierten Region. Darüber sind die Schaumburger durchaus froh. Zeugt dieser Eindruck doch von abwechslungsreichen, landschaftlichen Reizen und von einer gepflegten, ökologisch gesunden agrarischen Kulturlandschaft.
Doch schon auf den zweiten Blick erweist sich die gewerbliche Wirtschaft als vitaler Kern einer insgesamt ausgewogenen und anpassungsfähigen mittelständischen Wirtschaftsstruktur.

Im nördlichen Kreisgebiet liegende Flächen haben den Mittellandkanal in ihrer unmittelbaren Nähe, die eher im südlichen Raum liegenden Flächen die Autobahn A2. Wasser- und Fernverkehrswege sind jeweils aus dem gesamten Kreisgebiet in kurzer Zeit erreichbar.
Schließlich führt mitten durch den Landkreis die wichtigste Ost-West-Achse im norddeutschen Schienennetz.
Sehr vorteilhaft ist für Lage und infrastrukturellen Wert der in Schaumburg verfügbaren Industrie- und Gewerbeflächen ist die räumliche Nähe zur Landeshauptstadt und Messemetropole (CeBit, EXPO 2000) Hannover.