Kirche in der Region

Im Gemeindebrief gibt es zukünftig die neue Rubrik „Kirche in der Region“. Mit vielen ehren- und hauptamtlichen aus unseren Gemeinden im Westbezirk unserer Landeskirche arbeiten wir am gleichen Ziel: von unserem Glauben zu erzählen, ihn gemeinsam zu leben, uns um einsame und hilfebedürftige Menschen zu kümmern und neue Verkündigungsformen und Formen der Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg zu entwickeln und zu erproben.

Ein Meilenstein auf dem Weg des Sich-besser-Kennenlernens, der Vernetzung untereinander, der Teilgabe und Teilhabe an den Ressourcen in unseren Gemeinden sind die regio-lokalen Treffen für Mitglieder aus den Gemeindekirchräten unserer Gemeinden im Westen unserer Landeskirche am 9. November 2019 mit 100 Vertreter*innen*n aus den Kirchengemeinden Bad Eilsen/Luhden, Bückeburg, Frille, Meinsen, Petzen, Seggebruch, Steinbergen, Sülbeck, Vehlen und Wendthagen zu einem Arbeitstag „Regio-lokale Kirchenentwicklung“ in der IGS Helpsen zusammengekommen.

In Zukunft werden wir hier berichten über Ergebnisse, Pläne und weitere Schritte in diesem spannenden und verheißungsvollen Prozess.

– Musikfest am 28. Juni in Seggebruch

Zu seinem besonderen Musikfest am 28. Juni sind wir eingeladen nach Seggebruch. Ein überregionaler Vorbereitungskreis hat Chöre, Instrumentalgruppen und Bands aus den Gemeinden im Westbezirk unserer Landeskirche dazu eingeladen, gemeinsam ein Musikfest rund um die Kirche in Seggebruch zu gestalten.

Weitere Informationen zum Ablauf des Tages werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Das Musikfest am Sonntag, 28. Juni 2020, wird aller Voraussicht nach um 14 Uhr starten und mit einem Abschluss-Konzert in der Seggebrucher Kirche und anschließend mit einem gemütlichen Ausklang beendet.

– „Sommerkirche 2020“

  am 19. Juli in Schloss Baum 

Im vergangenen Jahr hatten die Kirchengemeinden im Westbezirk unserer Landeskirche das erste Mal zu zwei gemeinsamen Gottesdiensten während der Sommerferien nach Cammer und nach Bückeburg eingeladen. Die einladenden Gemeinden hatten die Gottesdienste zusammen mit Interessierten aus den beteiligten Kirchengemeinden vorbereitet und gestaltet. In den anderen Kirchengemeinden wurden an den betreffenden Sonntagen keine Gottesdienste gefeiert.  

Nun soll das Projekt Sommerkirche auch in diesem Jahr durchgeführt werden und damit verstetigt werden.

Es sollen nicht einfach Gottesdienste in den eingeladenen Gemeinden nur wegfallen, sondern die Idee „Sommerkirche“ bedeutet, besondere und auch gemeinsam gestaltete Gottesdienste gemeinsam zu feiern. So können wir uns über Gemeindegrenzen hinweg begegnen und dabei entdecken, wer sich so alles in Gottes großer Gemeinschaft hier bei uns in der Region tummelt, heimisch fühlt und engagiert.

Zum ersten Termin zur diesjährigen überregionalen Sommerkirche lädt die Meinser Kirchengemeinde am 19. Juli nach Schloss Baum ein. Uhrzeit und Programm werden bekannt gegeben, nachdem das überregionale Vorbereitungs-Team den Rahmen festgelegt hat.

Einen weiteren Gottesdienst im Programm Sommerkirche werden wir am 9. August in Bad Eilsen miteinander feiern.

– Bericht im ELAN 4 2020 (darf verwendet werden – auch in Auszügen!)

Arbeitstag „Regio-lokale Kirchenentwicklung im Westen“

Am Samstag, dem 9. November, fand in der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Helpsen ein erster Arbeitstag „Regio-lokale Kirchentwicklung im Westen“ statt.

Diese Veranstaltung ist eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg eines übergemeindlichen Entwicklungsprozesses im Blick auf die Zukunft der Handlungsfähigkeit unserer Gemeinden unter dem Einfluss von absehbaren Veränderungen. Angestoßen durch Impulse auf der Klausurtagung der Pfarrerschaft und Diakone des Westbezirkes unserer Landeskirche im Frühsommer 2017 zum Thema „Regio-lokale Zusammenarbeit und Kooperation“ hat eine Vorbereitungsgruppe seit Herbst 2018 über mögliche Kooperationsmodelle in der Region beraten. Die Gruppe entwickelte ein Konzept für den Arbeitstag am 9. November. Anfangs arbeiteten Mitglieder aus den Leitungsgremien von 5 Kirchengemeinden mit. Im Laufe des Jahres sind Teilnehmer aus den übrigen Kirchengemeinden des Westens unserer Landeskirche dazu gestoßen.

Das Ziel des Arbeitstages wurde im Einladungsschreiben an alle Gemeindekirchenratsmitglieder und weitere Mitarbeitende und interessierte Gemeindeglieder wie folgt beschrieben: In der Vorbereitungsphase sei etwas in Gang gekommen. „Lust und Liebe zum Kirche-Sein über Gemeindegrenzen hinweg“ sei zu spüren gewesen. Es gehe darum, Ideen zum gemeindeübergreifenden Miteinander und zukunftsfähige Projekte und Modelle für die Kirche in der Region zu entwickeln.

Am 9. November kamen 90 Vertreter aus 9 Kirchengemeinden des Westbezirks unserer Landeskirche zum Arbeitstag „Regio-lokale Kirchenentwicklung im Westen“ in der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Helpsen zusammen.

Wir starteten in den Tag mit einem geistlichen Impuls von Pastor Felix Nagel und Gesang unterstützt von einer eigens für diesen Tag von Pastor Dominik Storm gegründeten Projektband.

Pastorin Juliane Kleemann führte darauf ins Thema ein. Juliane Kleemann hat viele Jahre lang als Theologische Referentin im ZMiR (EKD-Zentrum für Mission in der Region, Dortmund) Kirchenentwicklungsprozesse in der Region moderiert und in der Umsetzungsphase begleitet. Seit Januar 2019 arbeitet sie im midi (Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung, Berlin), Schwerpunkt Changemanagement in Kirche und Diakonie. Frau Kleemann berichtete über durch sie begleitete Prozesse in verschiedenen Regionen in Deutschland. Als bemerkenswerte Erkenntnisse und Erfahrungen der teilnehmenden Gemeinden nannte sie Folgendes: – Anlass: das bisherige reicht nicht mehr (Ressourcen) – man lernte Kooperationsgedanken zuzulassen – Zeit wurde in Begegnung investiert – Neugierde wurde riskiert – das gegenseitige Kennenlernen und die Bereitschaft, sich gegenseitig etwas Gutes zu tun – Teilnehmende verspürten Lust darauf etwas miteinander zu machen – man erhoffte sich einen gegenseitigen Mehrwert – Was gemeinsam besser geht, geht gemeinsam! Was allein besser geht, bleibt allein! – Wenn die Sehnsucht stimmt … es braucht eine Vision: Was wollen wir miteinander geistlich und theologisch erreichen? – ohne Beteiligung der Betroffenen geht es nicht!

Im Anschluss an diesen anregenden und motivierenden Input verteilten ich die Teilnehmer auf 7 Arbeitsgruppen zu den Themen (1. Einladende Gemeinde – Du bist willkommen – ist das wirklich so? – 2. Arbeit mit Jugendlichen – Next Generation – hat das, was uns lieb ist, Zukunft? – 3. Kirchenbindung unkonventionell – Kirche auf den Kopf stellen. – 4. Kirchenmusik – Himmlische Klänge – neue Wege der Kirchenmusik – 5. Gottesdienst – (Neue) Räume der Gottesbegegnung – 6. Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit – Ökologischer Fußabdruck der Kirchengemeinde – 7. Kirche digital – Ich „touche“ meine Kirche). Nach intensiver 2-stündiger Gruppenarbeit und Mittagpause wurden die Ergebnisse der AGs allen Teilnehmenden im Plenum vorgestellt.  

Abschließend stellte sich für alle Teilnehmenden die Frage, wie es denn nun weitergehen kann. Die Idee: Arbeitsgruppenteilnehmer vernetzen sich zur eventuellen Weiterarbeit – die Vorbereitungsgruppe berät über den Fortgang des Entwicklungsprozesses – in der ersten Jahreshälfte 2020 wird es ein Treffen mit allen Interessierten geben, bei dem über den Fortgang einzelner Projekte und des gesamten Prozesses beraten und entschieden werden soll.

Diejenigen, die mehr über diesen Entwicklungsprozess erfahren oder auch gerne mitdenken und ihre Fragen und Ideen einbringen möchten, können sich an ihre Pastorin oder ihren Pastor wenden.